Psychosomatik der Schmerzen
Psychologische Auslösefaktoren für Schmerzen Seelischer Kummer schlägt oft auf Herz und Magen. Aber die Seele kann auch Schmerzen verursachen. Wenn man Angst im Nacken spürt oder vor Kummer den Kopf hängen lässt, führt es häufig zu Verspannungen und Verkrampfungen in der Rückenregion. Dauerstress löst bei vielen Menschen Schmerzen aus. Besondere Faktoren stellen Leistungs- und Erfolgsdruck, wie auch Angst vor Fehlern und Versagen. Psychotherapie von Schmerzen "Das schlägt mir auf den Magen", "Das
bereitet mir Kopfzerbrechen.", "Da bleibt mir die Luft weg". Dies sind häufig
verwendete Redewendungen und Klagen. Schon Meinungsverschiedenheiten mit einem
anderen Menschen, die man nicht offen klären kann, können "auf den Magen
schlagen". Der Bauch tut weh, man verliert den Appetit oder muss sich übergeben.
Wenn man einen Konflikt nicht im Austausch mit seinem Gegenüber ausdrücken und
lösen kann, drückt ihn meist der Körper mit körperlichen Beschwerden und
Schmerzen aus. Es
gibt noch viel mehr Beispiele für mögliche "psychosomatische
Krankheitsgeschehen". Dies sind Beschwerden, die durch psychische
Konfliktsituationen und Stress zu somatischen Problemen und sogar Schmerzen
führen können. In jedem Fall
muss man den Menschen bei der Behandlung in seiner Ganzheit sehen. Jeder Krankheitsprozess kann im Spektrum zwischen diesen beiden Polen liegen. Körperhaltung als Spiegel der Seele Für Schmerzen in den unterschiedlichen Abschnitten der Wirbelsäule lassen sich gleichsam symbolisch psychologische Haltungen und Begrifflichkeiten finden. Z. B. Schmerzen im Bereich der Kopf-Hals-Wirbel-Säule: Begriffe wie Hartnäckigkeit, Halsstarrigkeit, Kopf hängen lassen, halsbrecherisch, Nackenschläge, Behauptung. Für Schmerzen im Bereich der Schulter-Arm-Brust-Wirbelsäule: Begriffe wie stramme Haltung, aufrechte Haltung, gebeugte Haltung, kein Rückgrat haben, Fehlhaltung, Stocksteif. Und z. B. für Schmerzen der Lenden-Wirbel-Säule und des Steißbeins: Begriffe wie Lenden lahm, Kreuz lahm, krummer Hund, sich hängen lassen, sich aufbäumen, Kreuz brechen. Ein psychosomatischer Überforderungskreislauf könnte wie folgt skizziert werden: Stress führt 1. zu Verspannung, so beginnt der Teufelskreis. Es gibt verschiedene Schmerztypen die sich oft vermischen. Eine Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Psycho- und Physiotherapeuten ist günstiger als monosymptomatische Ansätze.. Bei Kopf-Hals-Wirbelsäulen- Schmerzen können psychologische Komponenten eine Rolle spielen wie z. B.: ein Minderwertigkeitskomplex, Selbstunsicherheit, Angst das Gesicht zu verlieren, sich nicht behaupten zu können. Besonders Überanstrengung, Verausgabung, Überforderung, Overprotecting und Angst z. B. durch Erziehung, Verunsicherung und Mangel an Selbstbewusstsein, das Haupt aufrecht zu tragen, stehen im Vordergrund. Wiederholen sich solche Situationen oft, kann der Konflikt zwischen Behauptung und Angst zu versagen, zu einer ständigen Verspannung bis Verkrampfung der Haupt- Nacken- und Halsmuskulatur, zu häufigen Kopf- Nacken und Hals schmerzen und so zu einem "HWS-Syndrom" führen. Bei Schulter schmerzen können eine Rolle spielen: unterdrückte Aggressivität, Angst der Auto-Aggression, Angst andere Menschen zu verletzten, nicht fähig Wut auszudrücken, Hemmung der natürlichen Ausdrucksformen der Aggressivität, reißt sich zu oft zusammen. Er wird zunehmend Schmerzen im Bereich der Schulter bekommen. Bei Arm-Hand schmerzen spielen eine Rolle: ballt häufig die Faust, Nägel knabbern, fuchtelt mit Armen und Händen, klopft auf den Tisch. Er wird sich im Bereich der Hände bzw. Arme verspannen und die häufige Wiederkehr solcher Abläufe führt zu chronischen Verspannungen, Schmerzen und Schmerzzuständen des sog. Daumenballen-, Muskelatrophie- oder auch KTS-Syndroms (Karpal-Tunnel). Bei Brustwirbelsäulen schmerzen stehen psychologisch im Vordergrund: Gefühle der Mutlosigkeit werden herabgesetzt, Trauer und Verzweiflung werden unterdrückt, sie lassen den Kopf hängen, sie runden Ihren Rücken (Hyper-Kyphose-Haltung), mit der Zeit, sich hängen lassen. Mutlos und traurig sein schafft Voraussetzungen für BWS Verspannungen und Schmerzen. Bei Schmerzen in der Lendenwirbelsäule und im Steißbein: durch Überforderung, Frustrationen, Störungen der Sexualität, aushalten der gestörten Situationen aus moralischen oder ethischen Gründen, nicht weglaufen aus finanziellen Gründen. Das Ungleichgewicht zwischen "Innen und Aussen" bringt Verkrampfungen und Schmerzen im ISG- Becken- und Hüftbereich, also ein LWS-Syndrom. Therapieformen bei
Schmerzen
Das körperlich-seelische Gleichgewicht kann neu erlernt werden z. B. durch eine Rückenschule wo man eine bewusstere körper-seelische Haltung übt. Man fühlt sich aufrechter, freier, kontaktbereiter und selbstbewusster. Ansätze sind die körpertherapeutische Ebene, die verhaltenstherapeutische Ebene und die tiefenpsychologische Ebene. Körperbezogene Behandlungsmethoden bei Schmerzen
durch z.B.:
Verhaltenstherapie
Für die Gesundheit und Zufriedenheit eines Menschen ist es wichtig, dass er sich in seiner Umwelt behaupten und entfalten kann. durch z.B.:
Schmerzbewältigungstraining:
Tiefenpsychologisch fundierte Methoden
Therapie in der Hardtwaldklinik II in Bad Zwesten bei Schmerzen Die psychosomatische Betrachtung der Schmerzen wurde dargestellt vor dem Hintergrund, dass körperliche, geistige, seelische, emotionale und soziale Faktoren bei der Entstehung und Therapie von Schmerzen berücksichtigt werden müssen. Die innere Haltung spiegelt sich in der
äußeren Haltung durch die Körpersprache. Im stationären Rahmen der Klinik wird dies auf sinnvolle Weise mit Möglichkeit zu körperlicher Betätigung, dem Erlernen eines Entspannungsverfahrens (Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson) und ergänzenden physikalischen und physiotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten sinnvoll kombiniert. Eine kontinuierliche ärztliche Beratung und Betreuung einschließlich einer medizinischen Basisdiagnostik sind hier gegeben, so dass sich die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und -ansätze zur Therapie der Schmerzen sinnvoll ergänzen können. Der Patient bzw. die Patientin mit Schmerzen können hier aktiv an einem Gesundungsprozess mitarbeiten. Da psychische Entwicklungsprozesse aber generell Zeit brauchen, wird häufig und in vielen Fällen auch eine längerfristige ambulante psychotherapeutische Weiterbehandlung im Anschluss an die stationäre Behandlung diese sinnvoll ergänzen. Dr. F.
Schubert, Oberarzt
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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